Previous Page  11 / 56 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 11 / 56 Next Page
Page Background

»FÜR JEDE THESE GIBT

ES EINE GEGENTHESE –

MAN MUSS SIE NUR

(ER-)FINDEN ODER, VIEL

BESSER: VORLEBEN.«

ANITRA EGGLER

alarm«. Jeder zweite Brite leidet an Nomo-

phobie – No Mobile Phone Phobia. Auf Off-

line-Sein reagieren Betroffene mit Entzugs-

erscheinungen bis hin zum Kollaps.

5

INTERNET IST WIE ALKOHOL – ZU VIEL ALKOHOL

Die Überdosis macht das Gift. Der Beweis:

200 Studenten im Alter von 18 bis 21 Jahren

zeigten bei einem Test der Universität

Maryland nach verordneter Internet-

Abstinenz dieselben Entzugserscheinungen

wie Alkoholabhängige.

6

FACEBOOK IST EIN SCHEIDUNGSGRUND

Facebook fixt das Ego mit dem an, was es am

liebsten hat: Aufmerksamkeit. Die digitale

Egodusche weiß mehr über Sie als Ihre Mut-

ter. Wundert es Sie, dass das Wort »Facebook«

deshalb bereits jede dritte Scheidungsklage

in den USA ziert? Fuckt ist: Facebook ist

schlecht im Bett. Denken Sie an die zwölf

Orgasmusstunden, arbeiten Sie daran und

liken Sie das Leben in der Fleischwelt.

7

MULTITASKING MACHT DOOF

Stanford-Forscher haben herausgefunden,

dass Medien-Multitasking die Arbeitsge-

schwindigkeit verlangsamt und die Ergeb-

nisse verschlechtert. Ex-»FAZ«-Herausgeber

Frank Schirrmacher ging in seinem Buch

»Payback« einen Schritt weiter: »Multitasking

ist Körperverletzung«, schrieb er. Sein Fazit:

»Multitasking ist der zum Scheitern verurteil-

te Versuch, selbst zum Computer zu werden.«

8

SINNLOS SURFEN MACHT IHRE FIRMA ARM

Die New Yorker Beraterfirma Basex hat

herausgefunden, dass Angestellte durch

Ablenkung im Schnitt 2,1 Arbeitsstun-

den am Tag verplempern – 28 Milliarden

Arbeitsstunden im Jahr. Wirtschaftlicher

Schaden? 588 Milliarden US-Dollar!

9

ALWAYS ON MACHT KRANK

Informationsflut in Kombination mit stän-

diger Arbeitsunterbrechung durch Mails,

Handys und Sinnlos-Surfen macht unkon-

zentriert und unproduktiv. Wird dieser

Zustand Normalzustand, entsteht die neue

Kommunikationskrankheit »Attention De-

ficit Trait (ADT)«. Harvard-Arzt Edward M.

Hallowell schätzt, dass bereits jeder zweite

Manager unter ADT leidet. Das Resultat?

Krankhafter Konzentrationsverlust, ausge-

löst durch zwanghafte Ablenkungslust.

10

SURFEN KOSTET DAS LEBEN

Rechnen Sie mal nach: Wenn Sie an 365

Jahrestagen im Schnitt vier Stunden

surfen, sind das in Summe 1.460 Stunden.

Abzüglich acht Stunden Schlaf pro Tag

sind das 91,25 Tage im Jahr. Sie verbringen

demnach ein Viertel Ihrer aktiven Lebens-

zeit im Internet. Entscheiden Sie selbst, ob

das, was Sie zurückbekommen, die Lebens-

zeit wert ist. Wie Ihre individuelle Bilanz

aussieht, können Sie auf den Seiten 18 und

19 ausrechnen.

/

11